Beim Vorbeiflug 2029 an der Erde sollen gleich drei Raumsonden auf dem Planetoiden landen. Apophis hat nämlich ein Perihel von 0,746 Astronomischen Einheiten (AE), das fast dem Aphel der Venus (0,728 AE) entspricht. Eine Raumsonde soll laut NASA-Plänen auf dem Asteroiden landen und mit diesem in die Nähe der Venus fliegen, um dann in einen Venus-Orbit einzutreten und mit einer hochauflösenden Spezialkamera Bilder bislang unerreichter Schärfe von der Venusoberfläche zu machen. Da auf der Venus wegen der hohen Kohlendioxid-Konzentration ein enormer Treibhauseffekt herrscht, will man wertvolle Rückschlüsse für die Zukunft unseres Weltklimas erzielen.
Eine weitere Raumsonde soll von Apophis in Richtung Mars transportiert werden und dort im Jahr 2031 weich landen. Marsproben sollen anschließend wieder mit Apophis zur Erde zurücktransportiert werden. Man erhofft sich so wertvolle Aufschlüsse über Leben auf dem Roten Planeten.
Die dritte Sonde soll einen Zehn-Kilowatt-Solargenerator aus Dünnschicht-Solarzellen auf dem Asteroiden entfalten, um mit der Sonnenenergie ein Ionentriebwerk zu betreiben. Dieses zerstrahlt einen Teil des Asteroiden und schleudert elektrisch beschleunigte Asteroidenmaterie in den Weltraum, um den Kleinplaneten von seiner gefährlichen Umlaufbahn abzubringen. Ein interessanter Nebeneffekt dürfte sein, dass dann immer am 13. April ein Sternschnuppenfeuerwerk aus Asteroidenstaub auf unsere Atmosphäre trifft.
Ursprünglich war geplant, den nach dem ägyptischen Gott der Finsternis benannten Himmelskörper mit Ionentriebwerken in die Venus zu stürzen und ihn so unschädlich zu machen. Nun hat die NASA jedoch weitergehende Pläne:
Da man große Mengen wertvollen Iridiums und nichtrostendem Meteoriteneisens auf Apophis vermutet, will die NASA den Himmelskörper mit den solarbetriebenen Ionentriebwerken so abbremsen, dass er 2036 weich auf der Erde landet. Als Landeplatz ist die Mojave-Wüste in Kalifornien vorgesehen. Nach NASA-Berechnungen dürften 0,1% der Asteroiden-Materie, das sind etwa 20.000 Tonnen, aus Iridium bestehen. Dieses hätte einen Marktwert von rund 100 Milliarden US-Dollar. Dieses Geld soll einen wesentlichen Teil der geplanten bemannten Marsmission finanzieren.
Martin Wagner





drucken



Go for Launch |
Clear Skies |
Astronomers do it at Night |
Zwischen Himmel und Erde |
Himmelslichter | 





1. Funkkontakt
02.04.2007, HumanyuAch ja, und an Ostern besucht mich das Osterhasi. :)
2. Zufall
02.04.2007, Holger Jessen, Mannheim3. Blödsinn
02.04.2007, Kronberg4. Netter Versuch
03.04.2007, Andreas W. Whitstableweiter so...
mfg
andy