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ASTROnews | 20.03.2007
Bahn des Kometen Lovejoy (C/2007 E2) am Himmel
BEOBACHTUNGSTIPP

Neuer Komet im April mit dem Fernglas zu sehen

Zunächst am Morgenhimmel, ab Ende April die ganze Nacht
Der neu entdeckte Komet Lovejoy (C/2007 E2) wird ab etwa 10. April ein leichtes Beobachtungsobjekt für den Feldstecher. Anfangs nur am Morgenhimmel dicht über dem Südost-Horizont sichtbar, wird der Schweifstern ab Ende April die ganze Nacht über zu sehen sein.
Vor wenigen Tagen, am 16. März 2007, wurde für den australischen Amateurastronomen Terry Lovejoy ein Traum wahr: Auf einer seiner Himmelsaufnahmen, die er mit einer Digitalkamera gewonnen hatte, zeichnete sich ein etwa vier Bogenminuten großer diffuser Fleck ab. Seine Vermutung, es könne sich um einen neuen Kometen handeln, bestätigte sich wenige Stunden später, als entsprechende Beobachtungen aus Neuseeland bekannt wurden. Komet Lovejoy (C/2007 E2), wie das Objekt nun heißt, war bei seiner Entdeckung etwa +10 mag hell.

Inzwischen liegen genügend viele Beobachtungen vor, um die Bahn des Kometen berechnen zu können. Bereits am 27. März wird der Schweifstern den sonnennächsten Punkt seiner Bahn, das Perihel, erreichen. Zu diesem Zeitpunkt wird der Komet mit 160 Millionen Kilometer Abstand etwas weiter von der Sonne entfernt sein als die Erde. Verglichen mit anderen Kometen ist dieser Perihelabstand recht groß. Auf seiner weiteren Bahn wird sich der Komet unserem Heimatplaneten zunächst bis auf 66 Millionen Kilometer annähern, bevor er dann in den Weiten des äußeren Sonnensystems entschwindet.

Während der Komet Lovejoy zurzeit nur von der Südhalbkugel der Erde aus zu sehen ist, bewegt er sich am Firmament rasch in Richtung Norden. Ab etwa 10. April wird er von Mitteleuropa aus morgens dicht über dem Südosthorizont im Sternbild Schütze stehen. Mit einer erwarteten Helligkeit von +7 bis +8 mag wird er zwar nicht mit bloßem Auge zu beobachten sein, doch sollte er sich bereits mit einem Feldstecher gut ausmachen lassen. Auf seinem weiteren Weg über das Firmament wandert er durch die Sternbilder Adler, Herkules, Leier und Drache. Dadurch verlängert sich seine Sichtbarkeit: Bereits Ende April ist er die ganze Nacht am Himmel zu beobachten. Bis Mitte Mai nimmt seine Helligkeit auf etwa +9 mag ab, sodass er dann nur noch mit Teleskopen zu verfolgen sein wird.

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