Am besten halten Sie ab etwa 17:15 Uhr MEZ nach McNaught Ausschau. Suchen Sie zunächst die helle Venus, die als Abendstern tief am west-südwestlichen Horizont leuchtet und kaum zu übersehen ist. Strecken Sie Ihre Hand aus und positionieren Sie sie rechts direkt neben Venus. Rechts von Ihrer Hand und etwas unterhalb der Venus können sie dann den Kometen ausmachen. Er lässt sich bei stetig dunkler werdendem Himmel für etwa eine halbe Stunde beobachten, bis er schließlich hinter dem Horizont verschwindet.
Allerdings ist der Himmel noch stark von der Abenddämmerung aufgehellt. Daher ist McNaught kein so auffälliges Objekt wie der vor rund zehn Jahren sichtbare Komet Hale-Bopp. McNaught wirkt eher wie ein kurzer Kondensstreifen eines hochfliegenden Flugzeugs. Achten Sie also darauf, dass sie nicht von einem Flugzeug in die Irre geführt werden. Nehmen Sie sich für die Suche Zeit und Ruhe. Sie sollten dies jedoch bald tun, denn schon ab dem 12. Januar steht der Komet so dicht bei der Sonne, dass er nicht mehr ohne spezielle Hilfsmittel zu beobachten ist. Für den kommenden Mittwoch, den 10. Januar 2007, sehen die Meteorologen für Deutschland größere Wolkenlücken voraus, sodass vielleicht eine Chance besteht, McNaught zu sichten.
Der Schweifstern wurde am 7. August 2006 vom australischen Profi-Astronomen Robert McNaught mittels eines automatischen Teleskops für die Suche nach erdnahen Asteroiden entdeckt. Es ist der 31. von Robert McNaught aufgespürte Komet. Aufgrund seiner Bahn am Himmel war er nur schlecht zu beobachten, sodass die Entwicklung seiner Helligkeit nur sehr ungenau vorhersagen ließ. Erst Ende Dezember wiesen neue Beobachtungen darauf hin, dass McNaught ein auffälliges Himmelsobjekt werden könnte.
TA





drucken




Raumschiff Erde |
Go for Launch |
Himmelslichter |
Astronomers do it at Night |
Einsteins Kosmos |
Uhura Uraniae |
Astra's Spacelog | 





